Mahnmal gegen Femizide

#Triggerwarnung: Auf dieser Seite geht es um Femizide und Gewalt gegen Frauen. Hilfsangebote finden Sie hier [LINK]

Gewalttaten, bei denen Frauen und Mädchen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit getötet werden, nennt man Femizide. Dabei geht es nicht um individuelle oder situationsbezogene Gründe, sondern um die Rolle von Frauen in den gesellschaftlichen Strukturen und um Frauen als Opfer patriarchaler Besitzansprüche. Das wird auch dadurch deutlich, dass die Täter häufig Partner, Ex-Partner oder männliche Verwandte sind. Nur selten werden Femizide von Fremden verübt. (Quelle: https://www.frauenhauskoordinierung.de/themenportal/gewalt-gegen-frauen/gewaltformen/femizide)

In Deutschland wurden 2023 360 Frauen und Mädchen Opfer von Femiziden (Quelle: Bundeskriminalamt 2024). Auch in Stadt und Landkreis Göttingen [Link https://www.goettingen.de/portal/meldungen/femizide-stoppen-istanbul-konvention-konsequent-umsetzen-900003085-25480.html] kommt es zu etwa einem Femizid pro Jahr. Angesichts dieser Zahlen und der steigenden Zahl von Gewalttaten an Frauen, Mädchen und queeren Personen wollen wir in Göttingen ein Mahnmal errichten.

Dieses Mahnmal soll

  • an einem zentralen Ort stehen
  • einen Bildungsauftrag erfüllen, indem es auf Informationen verweist und aufklärt
  • deutlich machen, dass wir strukturelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen nicht hinnehmen wollen
  • mahnen, dass diese Welt für Frauen und Mädchen heute noch nicht sicher ist
  • ein Ort der Trauer und des Gedenkens, aber zugleich auch ein Ort für Feste, Solidarität, Demonstrationen und Kundgebungen sein
  • von der regionalen Künstlerin Lilly Stehling entworfen werden

Dieses Mahnmal soll nicht

  • Namen und Identitäten von Opfern nennen
  • Gewaltdarstellungen in den öffentlichen Raum bringen
  • Platzhalter für fehlendes weiterführendes Engagement sein, sondern in zukünftige Proteste, Aktionen und Bildungsaktivitäten eingebunden werden
  • für immer sein. Nichts wäre uns lieber, als das Mahnmal in Zukunft wieder abzubauen, weil Femizide nicht mehr vorkommen.

Wir möchten dafür

  • Lilliy Stehling bitten, ein Mahnmal zu entwerfen
  • alle Beteiligten ins Gespräch bringen
  • mit der Politik verhandeln und zusammenarbeiten
  • einen geeigneten Standort finden
  • Gelder sammeln

Zwischenschritte, den Status der Finanzierung und alles Neue rund um das Mahnmal finden Sie zukünftig auf dieser Seite.  

Hervorgehoben in einem Kasten oder so:

Sie sind selbst von Gewalt bedroht oder betroffen oder kennen eine Person und wünschen sich Unterstützung? Hier finden Sie Informationen und Hilfe:

Sie sind selbst von Gewalt bedroht oder betroffen oder kennen eine Person und wünschen sich Unterstützung? Hier finden Sie Informationen und Hilfe:

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